23. November 2015:
Der 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje weiht die ersten drei Gebäude des KCE in Kalimpong ein

Die Studenten des Shri Diwakar Institutes aus Kalimpong, die monastische Sangha aus Rumtek, viele Anhänger Karmapas aus Sikkim und aus den umliegenden Ortschaften sowie Unterstützer aus der ganzen Welt wohnten der Zeremonie bei. Das KCE ist ein Projekt der ‚South Asia Buddhist Association'(SABA), Gyalwa Karmapas gemeinnütziger Stiftung, mit Sitz in Delhi.

Nachdem S.H. Karmapa feierlich empfangen wurde, begann das Programm um 10 Uhr mit einer Einweihungspuja (tibetisch: Rabne) und Wunschgebeten, geleitet von Gyalwa Karmapa. Im Anschluss durchschnitt Karmapa das symbolische rote Band und segnete bei einem Rundgang alle Räumlichkeiten der Schule sowie das gesamte wunderschöne und weitläufige Gelände.

In der folgenden Willkommensansprache stellte Diane Brodkorb, SABA Projektleiterin, in einer kurzen Präsentation das innovative Konzept des KCE vor.

Eines der Hauptanliegen von SABA, ist die Unterstützung der monastischen Sangha. Mit dieser Ausrichtung stellt das neu gegründete KCE ein Pilotprojekt dar, welches neue Wege in der Ausbildung beschreitet. Ein Ausbildungskonzept, das zum ersten Mal die kostbaren traditionellen Belehrungen des Dharma, wie sie sonst nur in Klöstern gegeben werden, mit moderner Schulbildung verbindet. Die Einzigartigkeit dieses Lehrkonzeptes kann anhand einer Illustration mit drei Säulen veranschaulicht werden:

Die erste Säule des Ausbildungskonzeptes bildet das Herz des Projektes: Die buddhistische Ausbildung in Anlehnung an das monastische System, welches Themenbereiche wie buddhistisches Wissen, Rituale sowie die moderne und klassische tibetische Sprache enthält. Dieser Teil der Ausbildung wird durch erfahrene Mönche vermittelt.

Die zweite Säule bildet der staatlich anerkannte Schulunterricht. Der allgemeinbildende Unterricht des KCE folgt dem Curriculum der indischen Grundschul- und Sekundarschulausbildung und wird von staatlich anerkannten Lehrern unterrichtet. Lokale und westliche Lehrer arbeiten hier zusammen und bilden ein Team.

Die dritte Säule, welche wir ‚den ganzheitlichen Ansatz' nennen, integriert alternative Lehrmethoden, um besser auf die individuellen Fähigkeiten der Schüler eingehen zu können. Dazu gehören u.a. auch die Förderung von praktischen Fähigkeiten wie Kunst und Handwerk, landwirtschaftliche Kenntnisse und die Förderung eines Umweltbewusstseins.

Nach dieser Einführung, richtete Gyalwa Karmapa sich mit einer Rede an die Versammlung, in der er die Bedeutung der monastischen Sangha unterstrich. Unter anderem hob er hervor, dass die Zukunft der monastischen Gemeinschaft in den Händen der jungen Generation läge und dass das KCE mit der Ausrichtung gegründet wurde, die Jugend für diesen Lebensweg zu inspirieren.

Gyalwa Karmapa brachte in seiner Rede auch seine tiefe Dankbarkeit und Wertschätzung all jenen gegenüber zum Ausdruck, die Interesse an diesem Projekt zeigen und offerierte seine Wunschgebete, so dass ihre Unterstützung wunderbare Früchte tragen werde.

Die abschließenden Dankesworte wurden von Frau Deki Wangchuk übermittelt, einem SABA Stiftungsmitglied.

Nach dem Mittagessen wurden die Feierlichkeiten in gelöster Stimmung beschlossen, mit regem Gedankenaustausch und inspirierenden Ideen, wie diese großartige Vision mit vereinten Kräften am besten umgesetzt werden kann.

⇒ Karmapa Trinley Thaye Dorjes Eröffnungsrede
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5. März 2014:
Karmapas zweiter Besuch auf dem KCE-Gelände

Nachdem Karmapa Thaye Dorje im Januar 2012 das Land zum ersten Mal besuchte, ist viel geschehen: Neben der Bauplanung, dem Bauantragsverfahren und der Erschließung des Geländes, konnte der Baubeginn im Oktober 2013 mit dem traditionellen "ersten Spatenstich" eingeläutet werden. Gemäß der tibetischen Astrologie fand er an einem genau berechneten Tag statt und wurde von einer mit dem Projekt positiv verbundenen Person durchgeführt.

Obwohl Karmapa als Entscheidungsträger aktiv an der Planung und Durchführung der neuen Schule mitwirkt und durch Projekt-Updates regelmäßig informiert wird, war der Landbesuch im März dennoch ein besonderer Anlass und es war dem KCE-Team eine große Freude Karmapa sowie Jigme Rinpoche, die Fortschritte bei einer Begehung der Baustelle zu erläutern. Nach Begutachtung der ersten drei Gebäude, die sich im März noch im Rohbau befanden, wurde die Naga-Vasen-Puja durchgeführt.

Im Anschluss an die Pujas ging es für ein gemeinsames Picknick zum gegenüberliegenden Hügel. Dieser Teil des Grundstückes ist landschaftlich besonders schön und romantisch, da er dem Besucher einen großartigen weiten Blick in das Tal und die umliegenden Berge eröffnet. Zu diesem Anlass wurde Tage zuvor eigens ein Bambus-Pavillon, nebst einer überdachten Bambussitzbank errichtet, dort wurde den Gästen Erfrischungen gereicht.

Dort erwarteten die Bewohner der umliegenden Dorfgemeinschaften Karmapa bereits. Es sind einfache Bergbauern, die Nachbarn des KCE und es war schön zu sehen, wie diese Menschen voller Interesse und Hingabe Karmapa begrüßten und um seinen Segen baten. Auch die Kinder der Umgebung freuten sich auf diesen Besucher und so entstanden einzigartige Gruppenbilder.

⇒ Weitere Fotos von Karmapas Rundgang, der Naga-Vasen-Puja und dem anschließenden Picknick.

September 2015:
Geplante Aufnahme des Schulbetriebs

Da der Bau der ersten drei Häuser gut voranschreitet, ist die Eröffnung des Schulbetriebes für September 2015 vorgesehen. Die Raumeinteilung für die erste Phase des Schulbetriebs ist so gestaltet, dass ausreichend Platz für die Unterbringung der Schulleitung, Lehrkräfte, Volontäre und ca. 25 Schüler für das erste Schuljahr zur Verfügung stehen.

Dies beinhaltet neben den Schlafräumen auch die Klassenzimmer, Bibliothek und ein Büro. Temporär wird auch die Küche und ein Aufenthaltsraum in diesem ersten Bauabschnitt berücksichtigt. In der zweiten Bauphase ist es vorgesehen, eine Großküche mit einem Aufenthaltsraum, welcher 150-200 Personen fasst, in einem separaten Gebäude unterzubringen. Siehe -> Baukonzept

Neben der Bauplanung, wurde in den vergangenen Monaten in einem Team von Pädagogen auch das neue Unterrichtskonzept, das sich auf drei Säulen aufbaut, weiter ausgearbeitet. Siehe -> Ausbildungskonzept


Ausblick und Vision

Nach Eröffnung des Schulbetriebes wird der bauliche Masterplan je nach Budget weiter umgesetzt und der Schulbetrieb mit weiteren Klassen ausgebaut.

Karmapa ist es außerdem ein Anliegen, das KCE neben dem Schulbetrieb auch für andere Veranstaltungen zu nutzen.

In Zukunft ist es daher vorgesehen, das KCE als eine Plattform zu nutzen, auf der vielfältige Workshops, Sportveranstaltungen für die Jugend und Diskussionsforen mit Gästen aus der Umgebung und aller Welt stattfinden können. Eine Begegnungsstätte. Das KCE Team, Freunde und Unterstützer des Projektes aus aller Welt tragen dazu bei, diese Vision gemeinsam umzusetzen.


Januar 2012: Karmapa besucht zum ersten Mal das KCE-Grundstück

Am 30. Januar 2012 war es soweit: S.H. der 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje besuchte in Kalimpong (Nordostindien) zum ersten Mal das neue Grundstück, welches ihm von seinen Schülern gestiftet wurde.

Eingebettet in die malerische Landschaft der Himalaya-Ausläufer, erstreckt sich das Gelände von vier Hektar Gesamtfläche über terrassierte Felder und kleine Haine, und bietet einen wunderschönen Panoramablick über das kleine Tal und die umliegenden Berge.

Lage und Geländeformation tragen offenkundig die Merkmale eines besonderen Ortes. Bei den älteren Dorfbewohnern ist die Stelle wohlbekannt, weil hier vor einigen Jahrzehnten buddhistische Praktizierende lebten und in Zurückziehung meditierten. Die Grundmauern ihrer Klausur sind noch vorhanden.

Ausbildung ist ein Hauptfokus des 17. Gyalwa Karmapa. Auf dem neuen Grundstück soll deshalb ein Ausbildungszentrum errichtet werden, an dem sich die Schüler mit den zeitlosen Werten und der Weisheit der Buddhistischen Lehre vertraut machen können, während sie gleichzeitig eine Ausbildung erhalten, die den heutigen Standardanforderungen entspricht.

Bereits früh am Morgen begannen die Studenten der Kalimpong Shedra eifrig mit den Vorbereitungen für den Besuch des Gyalwa Karmapa. Zur Feier der Willkommenszeremonie wurde ein tibetisches Zelt errichtet, anschließend Tee und süßer Reis für alle serviert.

Obwohl Gyalwa Karmapas Besuch nicht angekündigt war und er in Gesellschaft nur weniger Begleiter reiste, verbreitete sich die Nachricht vom Erscheinen des berühmten Gastes in Windeseile. Viele der Dorfbewohner eilten herbei, um ihn willkommen zu heißen und einen Segen zu erhalten.

Im Rahmen des feierlichen Anlasses übergaben die drei Voreigentümer des Landes - zwei Brüder und eine Schwester - Gyalwa Karmapa symbolisch das Land ihrer Vorfahren und lobten dessen Absicht, darauf eine Schule zu bauen. Sie verkündeten, das Verdienst, welches durch diese positive Handlung entstehe, ihren verstorbenen Eltern zu widmen, welche das Land zuvor mit viel Arbeit und Mühe kultivierten. Karmapa Thaye Dorje drückte seinen Dank und seine tiefe Würdigung des noblen Wunsches aus: In diesen Zeiten, in denen das eigene wirtschaftliche Interesse vorherrsche, sei der Wunsch, eine spirituelle Ausbildung zu fördern, nur selten anzutreffen.

Nach der Willkommenszeremonie machte sich Gyalwa Karmapa auf, das Land, gemeinsam mit seinen Begleitern, zu erkunden und gute Wünsche für die Stelle zu machen. Nachdem er die Möglichkeiten ermessen hatte, die das Land bietet, versicherte der 17. Karmapa allen Anwesenden, dass er persönlich dafür Sorge tragen werde, dass an diesem Ort ein Ausbildungszentrum entstehe. Der erste Schritt hierzu, liegt in dem Bau einer Schule für etwa 100 Schüler. Die Ausbildung und der Aufenthalt an der Schule werden kostenlos sein.