Das Konzept der Modellschule orientiert sich einerseits am staatlichen Lehrplan Indiens und fördert gleichzeitig praktisches Wissen, welches in einer Vielzahl von Kursen und Workshops vermittelt wird.

Eine Modellschule für Kalimpong

Darüber hinaus legt es sein Schwergewicht auf die Förderung des kulturellen Hintergrundes der Schüler und führt sie altersgemäß an die Grundideen und Praktiken des Buddhismus heran.

Das Konzept in Kürze

  • Internatsschule für Jungen und Mädchen von der 1. bis zur 10. Klasse
  • in familiärer Atmosphäre
  • Lehrpläne in Anlehnung an das indische Schulsystem mit staatlich anerkanntem Schulabschluss
  • Altersgerechte Einführung in den Buddhismus
  • Sprachen: Nepali, Englisch, Tibetisch
  • Ehrenamtliche Gastlehrer aus aller Welt unterrichten in unterschiedlichen Fachbereichen und halten Workshops ab z.B.
    • Musik/traditionelle Instrumente
    • Zeichnen/Handwerk
    • Yoga/Sport
    • Ernährung/Gesundheitsvorsorge
    • Garten- und Landwirtschaft

Ziele und Aufgaben

Ziel der Modellschule ist es, die natürlichen Begabungen und Fähigkeiten der Schüler zu entdecken und zu fördern.

Durch die Vermittlung von breitgefächertem modernem Wissen, praktischen Fertigkeiten und einem fundierten Einblick in den Buddhismus, stehen den Jugendlichen so nach Schulabschluss alle Möglichkeiten für ihren weiteren Weg offen.

Sie können, ein Studium an einer buddhistischen Universität (Shedra) absolvieren oder direkt nach Schulabschluss einer buddhistischen Gemeinschaft beitreten.

Alternativ besteht die Möglichkeit, eine allgemeine, weiterführende Schule oder Hochschule zu besuchen oder einen landesüblichen Beruf zu erlernen.

Begegnungsstätte für Ost und West

Eine weitere Säule der Ausbildung bildet der Unterricht durch westliche Gastlehrer. Diese geben den Schülern die Möglichkeit, ihre neu erworbenen Englischkenntnisse zu vertiefen, und bieten mit unterschiedlichen Workshops Einblicke in praktische Themen wie Handwerk, Gesundheitsvorsorge, ökologische Landwirtschaft; auch Sport- und Kunst- Workshops sind vorgesehen.

Der 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje
über die Bedeutung von Bildung

Bildung ist von unschätzbarem Wert,
da sie uns dabei hilft, unsere angeborenen
reinen Qualitäten zu entwickeln,
die wir als Menschen besitzen.

Wo auch immer wir in die Welt schauen,
werden wir erkennen, dass den Menschen
ohne Bildung - die ich als Wissen definiere,
das Mitgefühl und Weisheit schenkt -
die Möglichkeit genommen wird,
Ihren Geist zu entfalten und das Leben
zu einem reinen Überleben wird.

Das Lehrer-Team

Für die Umsetzung des Schulkonzeptes werden am KCE monastisch ausgebildete Lehrer leben. Für den staatlichen Unterricht werden qualifizierte Lehrkräfte aus der Region eingestellt und für die Verknüpfung des Schulkonzeptes mit der westlichen Pädagogik werden sich ausgebildetete Grundschullehrer/innen für das 1. Schuljahr am KCE verpflichten.

Die lokalen und westlichen Lehrer werden dabei im Team unterrichten. Darüberhinaus werden die westlich ausgebildeten Lehrer die lokalen Lehrkräfte über das gesamte Schuljahr in westlicher Pädagogik fortbilden.

Die Drei Säulen der Modellschule

Das Unterrichtskonzept der neuen Modellschule baut sich - wie durch die Grafik veranschaulicht - in drei Säulen auf. Hierdurch sollen die Schülern eine vielseitige und umfassende Ausbildung erhalten, welche zum einen das gesamte Wissen einer traditionellen Ausbildung, wie es bisher nur in den Klöstern vermittelt wird, beinhaltet.

Außerdem wird sich die Ausbildung an dem staatlichen Lehrplan ausrichten, so dass die Schüler einen Schulabschluss am KCE erlangen können. Die dritte Komponente ist der ganzheitliche Ansatz, er soll neben dem traditionellen Wissen und den vor allem theoretisch orientierten staatlichen Lehrplänen auch viele praktische und künstlerische Elemente miteinfließen lassen, um so alle Fähigkeiten und Talente der Schüler zum Vorschein zu bringen. Die Einbindung von alternativen Lehrmethoden wird daher am KCE eine große Rolle spielen.